Interview mit Eileen Küng

Maturarbeit

Worum geht es in Ihrer Maturarbeit?

EILEEN KÜNG: Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag auf dem Prozess der Vergrösserung von Schwarz-Weiss-Negativen in der Dunkelkammer eines Fotolabors. Als Produkt resultierten drei Schwarz-Weiss-Fotografien. Bei der Entstehung der Bildsujets galt mein Interesse dabei weniger den Motiven als vielmehr den grafischen Elementen und der Wirkung von Licht und Schatten in den Fotografien. In der Dokumentation ging ich auf den detaillierten Ablauf in der Dunkelkammer ein und zeigte Methoden auf, die es ermöglichen, im Nachhinein eine Bildoptimierung vorzunehmen.  

Wie sind Sie auf die Idee gekommen? 

EILEEN KÜNG: Das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten faszinierte mich schon immer, und der Gedanke, wie etwas wahrgenommen und fotografisch dargestellt wird, begleitet mich seit jeher. Als begeisterte Hobbyfotografin war für mich daher schnell klar, dass ich mich in meiner Maturitätsarbeit mit diesem Thema beschäftigen möchte. Da ich mich bis zu diesem Zeitpunkt nie mit analoger Fotografie auseinandergesetzt hatte, entschied ich mich schliesslich für die Vergrösserung von analogen Schwarz-Weiss-Negativbildern in der Dunkelkammer. 

Was war das Spannendste bei der Erarbeitung? 

EILEEN KÜNG: Ganz klar die Vergrösserung der Bilder in der Dunkelkammer. Das Erscheinen der Fotografie auf dem Papier war jedes Mal wieder beeindruckend, fast schon magisch, obwohl mir der chemische Prozess bekannt war. Denn trotz Voreinstellungen können nicht alle Faktoren beeinflusst werden, die einen Effekt auf das entstehende Bild haben. Aus diesem Grund ist jedes analog entwickelte Bild einzigartig und nicht reproduzierbar. 

Was können Sie den zukünftigen Maturanden und Maturandinnen für die Erstellung der Maturarbeit mitgeben? 

EILEEN KÜNG: Habt Spass und vergesst nicht, dass es schlussendlich euch überlassen ist, wie ihr eure Zeit nutzt und was ihr aus eurer Arbeit macht. Wie ihr eure Ideen umsetzt und welchen Umfang die Arbeit hat, bestimmt ihr ganz allein. 

Interview: Miguel Garcia

Bilder: Eileen Küng