Projektwochen sind prädestiniert für Interdisziplinarität und Arbeitsformen, die im Unterricht schwer umzusetzen sind. Dazu gehört auch das Produzieren von Filmen. Dank digitaler Technologie werden die Hürden dafür immer kleiner.

Projektwochen im Schuljahr 2020/21

Filmische Projektwochen

Von Miguel Garcia

Fast jede und jeder trägt heute ein Smartphone in der Tasche. Die Tools zur multimedialen Produktion werden immer besser. Projektwochen bieten eine gute Gelegenheit, sich intensiver mit dem Potenzial der digitalen Technologie auseinanderzusetzen, als dies im Regelunterricht möglich ist. Der Einsatz von Foto- und Filmkameras erlaubt zudem eine neue Form der Auseinandersetzung mit der eigenen Umgebung.

Kunst und Natur in Basel

Die Klasse T4c besuchte – begleitet von Björn Schrempf (Englisch) und Lion Gallusser (Französisch) – in der Projektwoche Basel, das für seine Kunstsammlungen und -ausstellungen bekannt ist. Eine Gruppe setzte sich in der Fondation Beyeler mit dem Verhältnis von Kunst, Natur und Architektur auseinander. Das Museumsgebäude des Stararchitekten Renzo Piano wurde 1994-97 in einem historischen Park in Riehen (BL) erstellt und beherbergt eine weltweit renommierte Sammlung für Kunst der klassischen Moderne und für Gegenwartskunst. 

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Eine Schokoladenfabrik im Bergtal

Die Klasse V4e zog es hingegen ins Bleniotal, wo die Studierenden in einem Nebengebäude der ehemaligen Schokoladenfabrik «Cima Norma» untergebracht waren. Der 1903 gegründete Betrieb sollte die wirtschaftliche Entwicklung des Bergtals fördern. 1968 musste die Produktion eingestellt werden. Seit 2015 versucht eine Stiftung, die ehemalige Fabrik mit Kunst und Kultur wiederzubeleben. Diesem Ziel widmete sich auch die Projektwoche der Klasse V4e. Unter Anleitung von Melanie Zgraggen (Englisch) und Janine Sutter (Deutsch) produzierten die Studierenden Filme: vom Schreiben des Skripts über die Planung der Szenen und vom Filmen bis zum Schneiden und der Postproduktion. Eine Gruppe setzte sich mit dem Verhältnis von Natur und Industrie an diesem aussergewöhnlichen Ort auseinander. 

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Tagesschau reloaded

Eine grossartige Team-Arbeit leistete die Klasse V4b, die ihre Projektwoche mit Anita Diener (Geographie) und Claudio Gisler (Chemie) ebenfalls im Tessin durchführte. Sie waren im «wilden» Onsernonetal stationiert, das bekannt ist als Sehnsuchtsort für Aussteiger. Die Studierenden befassten sich mit den Themen Regionalwirtschaft, Geologie, Wasserkraft und Tourismus, die sie in einer aufwändig und witzig produzierten Tagesschau präsentierten – auch Meteo und Sport durften dabei nicht fehlen. 

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Text: Miguel Garcia
Bilder: Standbilder aus den jeweiligen Filmen