Bericht über die Projektwoche der Klasse G5f in Bern (14. – 18. 9. 2020)

«Typisch Schwiiz»

Von Fabiana Merz Enriquez, G5f

Etwas verschlafen und mit Kaffee ausgerüstet, traf die Klasse G5f montagmorgens am Zürcher Hauptbahnhof ein. Ganz im Zeichen unseres Mottos „Typisch Schwiiz“ reisten wir nach Bern, wo wir uns mit der schweizerischen Kultur und deren Traditionen auseinandersetzten. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch im Einstein-Haus in Berns Altstadt, ein gemütlicher Spaziergang auf dem Gurten, ein Workshop in der schweizerischen Kampfsporttradition des Schwingens und ein Stadtrundgang bei Nacht. Wir besuchten eine ehemalige Polizei-Wache im Val-de-Travers, welche zu einem Absinth-Museum umfunktioniert wurde, und kosteten in der Schokoladenfabrik Maison Cailler im Kanton Freiburg weltbekannte Pralinen.

Nie gefehlt haben Michis Jass-Karten, mit denen vor allem während den Zugfahrten durch wunderschöne schweizerische Landschaften unermüdlich unzählige Partien gespielt wurden. Beim Berner Stadtrundgang im Dunkeln lernten wir den Zytglogge-Turm kennen, welcher ursprünglich als Wehrturm der damals frisch gegründeten Stadt erbaut worden war. Bevor er als Uhr- und Glockenturm zu einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Berns wurde, hatte er die Funktion eines Gefängnisses. Beim Berner Münster machten wir ebenfalls Halt und blickten am imposant erleuchteten Bauwerk empor. Beim Münster handelt es sich um die grösste und bedeutendste reformierte Kirche der Schweiz, deren Ursprung bis zurück ins Spätmittelalter reicht.


Insbesondere die aus Sandstein geformten Figuren über dem prächtigen Haupteingang, welche das Jüngste Gericht darstellen, ziehen Tourist*innen aus aller Welt an.

Vor dem Bundeshaus

Auf der Suche nach einem guten Ort, um ein möglichst kreatives Foto zu schiessen, landeten vier von uns vor dem Bundeshaus und stellten beim Zebrastreifen das bekannte Beatles-Bild inklusive im Wind wehender Schweizer-Flagge nach. Das Foto war auch jenes, welches schliesslich mit Schoko-Bons und Capri-Suns feierlich zum kreativsten gekürt wurde. Für Erholung und Abkühlung in praller Hitze sorgten unsere Abstecher ins Freibad Marzilli, direkt unter dem Bundeshaus. Immer wieder sassen wir abends gemeinsam an der Aare, blickten auf die erleuchtete Stadt und grölten auf Geheiss von Cecile und Alena bei Patent Ochsners Song «W. Nuss vo Bümpliz» mit.

«… und grölten auf Geheiss von Cecile und Alena bei Patent Ochsners Song W. Nuss vo Bümpliz mit.»

Als donnerstags plötzlich Tobi, unser Mathelehrer, welcher eine Parallelklasse auf Projektwoche begleitet hatte, grinsend neben uns im Zugabteil stand, glaubten einige von uns ihren Augen nicht zu trauen. Kurz bevor er ausstieg, um die Klasse zum Creux du Van zu begleiten, rief er uns noch ein „bis nächscht Wuche“ hinterher und erinnerte uns an den wieder näher rückenden KME-Alltag. Und wenn wir dann nächste Woche im Mathematikunterricht die Schulbank drücken und gefragt werden, wie uns die Projektwoche gefallen hat, werden wir viel erzählen können.

Von schallendem Gelächter beim Schwingen und Sägemehl an verschwitzten Körpern, von Wasserfällen ohne Wasser inmitten des satten Dickichts schweizerischer Wälder im Kanton Neuenburg und von köstlichem Eis der Gelateria di Berna um 10 Uhr abends. Wie aus der Pistole geschossen werden wir bezeugen können, dass es auf die Frage, was die Schweiz denn ausmache, viel mehr zu erwidern gibt, als nur Schokolade und Uhrmacherei.

Hier gehts zum Video, das Michèle Suère mit Bildern aus der Klasse zusammengestellt hat.

 

Text: Fabiana Merz Enriquez, G5f
Bilder: Klasse G5f; Michèle Suère