Kolloquien Maturarbeiten am Donnerstag, 6. Februar 2020

Die Maturarbeit – Ein Türöffner für die Uni

Von Andreas Villiger

«Ein Superanlass!», meint Thomas Berset, der an der KME Biologie unterrichtet. «Die Studierenden können endlich die Früchte ihrer mehrmonatigen Arbeiten präsentieren.» Am Morgen platzen die Schulzimmer fast aus den Nähten, denn der Andrang ist gross am diesjährigen Kolloquiumstag der KME. 115 Studierende stellen ihre Maturarbeiten einem grösseren Publikum vor.

Eltern sind gekommen, Geschwister und Freunde. Da sind aber auch die Studierenden des 3. Semesters, die die ganze Arbeit noch vor sich haben und sich nach den Referaten der Maturandinnen und Maturanden wertvolle Tipps holen. «Ich wollte unbedingt wissen, worauf ich achten muss, wenn ich als Maturarbeit einen literarischen Text schreiben möchte», bemerkt eine Studentin, nachdem sie sich bei der Lehrperson ihr Testat geholt hat.

«Da entlädt sich eine geballte Ladung an geistiger Energie und Schaffenskraft.»

Die Themenpalette ist gewaltig und reicht von einer Arbeit zum «Tourismus in Entwicklungsländern» über «Crowdfundig in Zürich» bis zu «Shakespeare’s female protagonists in Macbeth and Othello». «Da entlädt sich eine geballte Ladung an geistiger Energie und Schaffenskraft», betont der Historiker Miguel Garcia, der selbst mehrere Arbeiten betreut hat. Es herrscht eine aufgeräumte Stimmung im Schulhaus.

Für einmal sind die Studierenden in der Dozentenrolle. Sie schöpfen aus dem Vollen, stellen von 08:00 bis 18:30 Uhr ihr hart erarbeitetes Wissen unter Beweis und präsentieren die Produkte, die im Verlauf des letzten Jahres entstanden sind. Sie haben allen Grund, stolz auf ihre Arbeit zu sein.
«Ein Wermutstropfen bleibt», bemerkt ein Zuhörer, «ich wünschte mir einen etwas festlicheren Rahmen.» Mal schauen, ob sich da bis zum nächsten Jahr was machen lässt.

 

Text: Andreas Villiger
Bilder: Andreas Villiger