Die Studierenden des 5. Semesters konnten sich auch in diesem Jahr über ein vielseitiges und interessantes Programm während der Schwerpunktfachtage freuen. Einige Eindrücke sind auf den Bildern festgehalten.
Die Lateinklasse befasste sich mit dem Thema «Mythen in Literatur und Bildender Kunst». In Kleingruppen bearbeiteten die Studierenden am Donnerstag ausgewählte Verwandlungsgeschichten des Ovid. Ein vom Kochbuch des Apicius inspiriertes Aprikosendessert versüsste das Nachmittagsprogramm. Am Freitagmorgen präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse im Klassenverband. Eine Führung im Kunsthaus Zürich zum Thema «Antike Mythen in der Bildenden Kunst» sowie ein Besuch im Archäologischen Museum der UZH mit Fokus auf Apollon und Artemis rundeten den zweiten Tag ab.

Im Schwerpunktfach Italienisch setzten sich die Studierenden mit der Mafia in Italien und der Schweiz auseinander. Der historische Hintergrund wurde durch den Film Il Traditore sowie ergänzende Fachliteratur beleuchtet. Ein kulinarischer Exkurs lockerte das ernste Thema auf. Den Abschluss bildete eine Videokonferenz mit einer Anwältin, die täglich mit italienischer Kriminalität in der Schweiz befasst ist.
Die Studierenden des Schwerpunkfachs Spanisch beschäftigten sich mit dem Thema «Kulturelle Vielfalt im spanischen Sprachraum». Sie haben sich mit Kulinarik und Musik auseinandergesetzt und verschiedene kulturelle Einflüsse anhand von Beispielen kennengelernt. Den Höhepunkt bildete das Mittagessen in einem mexikanischen Restaurant, wo die Studierenden in einer Karaoke-Runde ihr Gesangstalent entdeckten.
Technorama und Mozzarella
Die SPF-Tage der Klasse SCB5c standen ganz im Zeichen der Biochemie. Die Klasse war am Donnerstagvormittag im Functional Genomics Centre Zurich der UNI Irchel und erhielt dort eine Führung zu den Teilgebieten «Genomics, Proteomics and Metabolomics». Am Donnerstagnachmittag war die Gruppe an der Schule und stellte selbst Mozzarella-Käse her, der anschliessend genossen wurde. Den Freitag verbrachten die Studierenden im Life Science Labor der ZHAW in Wädenswil. Dort isolierten und vervielfachten sie ihre eigene DNA. Die Fragmente wurden anschliessend aufgetrennt und miteinander verglichen.

In einer Parallelklasse des Schwerpunktfachs Chemie und Biologie bekamen die Studierenden durch Laborrundgänge und wissenschaftliche Vorträge einen Einblick in aktuelle chemische und biologische Forschungsarbeiten der ETH. Während eines kurzen Praktikums an der Universität Zürich bestimmten sie den genetischen Fingerabdruck von Tatverdächtigen, um das mysteriöse Verschwinden der Schlangen aus dem Biozimmer aufzuklären.
Eine SPAM-Klasse programmierte am ersten Tag Microcontroller zur Datenerfassung. Hierzu wurden den Studierenden Bausätze abgegeben. Am Nachmittag traf sich die Gruppe mit ehemaligen Studierenden der KME in der Polyterrasse, um sich über das Studieren an Uni und ETH auszutauschen. Am zweiten Tag stand ein Besuch des Technorama auf dem Programm, und in einem Computational Physics Workshop wurden Aufgabenstellungen der Quantenmechanik numerisch am Computer gelöst.
Eine Parallelklasse besuchte die Firma Flux Mobility AG in Winterthur und erhielt einen Einblick in innovative Entwicklungen im Bereich vollelektrischer Nutzfahrzeuge. Dabei wurden praxisnahe Anwendungen mathematischer und physikalischer Konzepte anschaulich vermittelt. Die Lehrpersonen führten danach die Klasse anhand von Beispielen und Experimenten in die Variationsrechnung ein und verdeutlichten das Zusammenspiel von Physik und Mathematik bei der Modellierung von Minimalflächen.
Die dritte SPAM-Klasse befasste sich mit dem Thema Minimalflächen. Die theoretischen Grundlagen wurden zuvor im Schulzimmer besprochen, die praktische Anwendung im Technorama erlebt.
Klavierbauer und Strommarkt
Das SPF-Musik besuchte einen Workshop beim Klavierbauer und -stimmer Martin Dietschi in Pfaffhausen. Anschliessend folgte eine Führung durch das Klangmaschinen-Museum in Dürnten.
Das Thema des Schwerpunktfachs Wirtschaft und Recht lautete «Recht, Strom und Konsum».
Die SWR-Klassen besuchten zunächst ein Gericht, das über einen Betrugsfall im Casino – das Casino als eine Art Markt – zu urteilen hatte. Anschliessend befassten sich die Studierenden mit dem Schweizer Strommarkt. Ein Vortrag zur Energiewende bot Einblicke in aktuelle Herausforderungen. Den Abschluss bildete eine Führung im Landesmuseum Zürich zum Thema «Konsum in der Schweiz».
Text: Nadia Lauria
Bilder: Anne Broger, Silvan Gegenschatz, Joëlle Muhr